Den Titel kennt man vielleicht als Celine Dions Ballade aus einem gewissen Film, in dem ein Boot eine tragende Rolle spielt (für manche Passagiere allerdings nicht tragend genug). Bis vor kurzem hätte ich gesagt, dass ich dieses Lied hasse (auch wenn es eigentlich eine nette Melodie hat).
Aber nun erfüllt es mich mit großer Freude, wenn ich mir vorstelle, dass mein zukünftiger Sohn eben diese Worte zu mir sagt: Don't worry, Daddy! My heart will go on! (Mach dir keine Sorgen, Papa! Mein Herz wird weiterschlagen.) Auch wenn er (ja, es ist ein Junge) noch im Bauch seiner Mutter ist, scheint es, als würde er mich auf diese Weise beruhigen wollen. Denn die schlimmste Befürchtung, nämlich dass er nicht überlebensfähig sein würde, hat sich, dem Himmel sei Dank, nicht bestätigt. Eine LKW-Ladung mit Steinen ist uns vom Herzen gefallen!
Allerdings wird das Fruchtwasser, das meiner Verlobten bzw. unserem Sohn am Dienstag entnommen wurde, noch auf eine weitere Trisomie-Art (körperliche und/oder geistige Behinderung) getestet. Auf das Ergebnis muss man noch ein bis zwei Wochen warten. Aber bis es soweit ist, freuen wir uns, dass die schlimmste Hürde aus dem Weg geräumt wurde.
Donnerstag, 26. Februar 2009
Sonntag, 22. Februar 2009
Eine folgenschwere Untersuchung
Ich habe eine Weile überlegt, ob ich dieses Posting veröffentlichen soll oder nicht. Aber dann dachte ich mir, dass es in diesem Blog um das (wahre) Leben gehen soll und das Leben bringt eben auch schlechte Erfahrungen mit sich. Dazu gehört auf jeden Fall das, was meine Verlobte und ich am Freitag durchstehen mussten. Die 3-D-Untersuchung unseres Früchtchens hat nämlich ergeben, dass es einen schwerwiegenden Herzfehler hat, der wiederum ein Zeichen für Trisomie (genetischer Fehler) sein kann. Das bedeutet, das unser Früchtchen im besten Fall nach der Geburt am Herzen operiert werden muss, was auf jeden Fall sehr heikel sein würde. Im negativen Falle werden wir am kommenden Donnerstag erfahren, dass die Untersuchung am kommenden Dienstag ergeben hat, dass unser Früchtchen aufrgund von Trisomie nicht überlebensfähig ist. Unsere Vorfreude hat sich aufgrunddessen in Schock, Angst und Sorge verwandelt. Trotzdem versuchen wir, die Hoffnung nicht aufzugeben.
Montag, 16. Februar 2009
Die Bildungsmesse
Am Samstag war der letzte der Tag der diesjährigen Didacta, der wahrscheinlich größten Bildungsmesse in Deutschland. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen, zumal eine freundliche Mitarbeiterin eines der größten Schulbuchverlage mir eine Eintrittskarte zugeschickt hatte.
Die Fahrt auf der A2 von Marl (Nähe Gelsenkirchen) nach Hannover wurde allerdings zu einer ziemlichen Klettertour, obwohl es hieß, dass es sich um den Bildungsgipfel im FLACHland (man beachte auch die hübsche Antithese!) handelte. Aber zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover liegt eben noch der Mittelgebirgige Teutoburger Wald. Gerade wir Römer wissen von den Gefahren dieser Gegend ein Lied zu singen. Und nachdem man mich auch seitens meiner Familie davor gewarnt hatte, nach Hannover zu fahren, fuhr ich mit einem leicht mulmigen Gefühl los. Dies wuchs beträchtlich, als ich folgende Verkehrswarnung hörte: "Auf der A2 ist es so glatt, dass die Polizei...". Und dann war nur noch ein Rauschen zu hören. Vielleicht hätte ich mich doch mal um Winterreifen kümmern sollen. Aber egal, ich fuhr weiter - schließlich ging es hier um Bildung und für die würde ich sogar solch große Gefahren auf mich nehmen. Nach anderthalb Stunden kam dann die nächste Verkehrsmeldung, die die A2 betraf: Vorsicht! Fußgänger auf der Fahrbahn beim Kreuz Bielefeld. Wo war ich? Kurz vor Herford! Also hatte ich das Bielefelder Kreuz vor etwa einer Viertelstunde hinter mich gelassen. Puh! Glück gehabt! Fußgänger hätten mir gerade noch gefehlt! Aber so kennen wir Römer die Germanen: ständig einen Hinterhalt im Sinn.
Als ich schließlich die A2 verließ, um eine Abkürzung auf einer niedersächsischen Bundesstraße zu nehmen, begegnete mir zweimal folgender Orakelspruch: "Eile tötet!" Also betätigte ich das Gaspedal entsprechend vorsichtig. Mit dem Orakel ist nämlich nicht zu spaßen. Offensichtlich war mein Tempo den Göttern nicht zu hoch, denn nach etwa zweieinhalb Stunden erreichte ich sicher mein Ziel.
Als ich dann die Messe betrat, hätte ich beinahe ausgerufen: "What a mess!" So viele Menschen hatte ich dort nach all den Pisastudien nicht erwartet. Aber hier und heute war kaum ein Durchkommen. Den Menschen liegt die Bildung offenbar doch am Herzen. Oder war der Grund für die Menschenmasse vielleicht noch ein anderer? Als ich auf die Preise schaute, wurde mir einiges klar: viele Bücher waren 50 % reduziert. Wer würde da nicht zuschlagen? Dementsprechend sah ich kaum einen Besucher, der nicht eine große Tasche dabei hatte. Viele führten sogar Trolleys mit sich! Ich kam mir fast wie auf einem Flughafen vor.
Doch bevor ich mir die gut besuchten Stände näher anschaute, ging ich zu einer Veranstaltung, in der ein neues Lateinbuch vorgestellt wurde. Nach einer Dreiviertelstunde war sie beendet und meine Tüte um zwei glücklich machende Bücher schwerer. Wenn es für unsere Schüler genauso ablaufen würde, dann würden sie bestimmt auch viel lieber zum Unterricht gehen.
Danach begann mein Kampf in bzw. mit der Menge. Das Angebot für das Fach Latein war leider nicht sehr groß, sodass ich die Messe bloß mit drei weiteren Büchern verließ.
Auf dem Rückweg entkam ich einem weiteren germanischen Anschlag, und zwar in Form von Metallteilen, die laut Verkehrsfunk auf der A2 gelegen haben sollen.
Als ich dann am frühen Abend zu Hause war, konnte der Valentinstag für meine Verlobte und mich endlich beginnen.
Die Fahrt auf der A2 von Marl (Nähe Gelsenkirchen) nach Hannover wurde allerdings zu einer ziemlichen Klettertour, obwohl es hieß, dass es sich um den Bildungsgipfel im FLACHland (man beachte auch die hübsche Antithese!) handelte. Aber zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover liegt eben noch der Mittelgebirgige Teutoburger Wald. Gerade wir Römer wissen von den Gefahren dieser Gegend ein Lied zu singen. Und nachdem man mich auch seitens meiner Familie davor gewarnt hatte, nach Hannover zu fahren, fuhr ich mit einem leicht mulmigen Gefühl los. Dies wuchs beträchtlich, als ich folgende Verkehrswarnung hörte: "Auf der A2 ist es so glatt, dass die Polizei...". Und dann war nur noch ein Rauschen zu hören. Vielleicht hätte ich mich doch mal um Winterreifen kümmern sollen. Aber egal, ich fuhr weiter - schließlich ging es hier um Bildung und für die würde ich sogar solch große Gefahren auf mich nehmen. Nach anderthalb Stunden kam dann die nächste Verkehrsmeldung, die die A2 betraf: Vorsicht! Fußgänger auf der Fahrbahn beim Kreuz Bielefeld. Wo war ich? Kurz vor Herford! Also hatte ich das Bielefelder Kreuz vor etwa einer Viertelstunde hinter mich gelassen. Puh! Glück gehabt! Fußgänger hätten mir gerade noch gefehlt! Aber so kennen wir Römer die Germanen: ständig einen Hinterhalt im Sinn.
Als ich schließlich die A2 verließ, um eine Abkürzung auf einer niedersächsischen Bundesstraße zu nehmen, begegnete mir zweimal folgender Orakelspruch: "Eile tötet!" Also betätigte ich das Gaspedal entsprechend vorsichtig. Mit dem Orakel ist nämlich nicht zu spaßen. Offensichtlich war mein Tempo den Göttern nicht zu hoch, denn nach etwa zweieinhalb Stunden erreichte ich sicher mein Ziel.
Als ich dann die Messe betrat, hätte ich beinahe ausgerufen: "What a mess!" So viele Menschen hatte ich dort nach all den Pisastudien nicht erwartet. Aber hier und heute war kaum ein Durchkommen. Den Menschen liegt die Bildung offenbar doch am Herzen. Oder war der Grund für die Menschenmasse vielleicht noch ein anderer? Als ich auf die Preise schaute, wurde mir einiges klar: viele Bücher waren 50 % reduziert. Wer würde da nicht zuschlagen? Dementsprechend sah ich kaum einen Besucher, der nicht eine große Tasche dabei hatte. Viele führten sogar Trolleys mit sich! Ich kam mir fast wie auf einem Flughafen vor.
Doch bevor ich mir die gut besuchten Stände näher anschaute, ging ich zu einer Veranstaltung, in der ein neues Lateinbuch vorgestellt wurde. Nach einer Dreiviertelstunde war sie beendet und meine Tüte um zwei glücklich machende Bücher schwerer. Wenn es für unsere Schüler genauso ablaufen würde, dann würden sie bestimmt auch viel lieber zum Unterricht gehen.
Danach begann mein Kampf in bzw. mit der Menge. Das Angebot für das Fach Latein war leider nicht sehr groß, sodass ich die Messe bloß mit drei weiteren Büchern verließ.
Auf dem Rückweg entkam ich einem weiteren germanischen Anschlag, und zwar in Form von Metallteilen, die laut Verkehrsfunk auf der A2 gelegen haben sollen.
Als ich dann am frühen Abend zu Hause war, konnte der Valentinstag für meine Verlobte und mich endlich beginnen.
Freitag, 13. Februar 2009
Mein Lieblingskonzert
Gestern war ich auf einem Konzert. Zum Titel "Lieblingskonzert" fehlte zwar noch ein halber Meter, aber es war schon nicht schlecht. Was es mit dem fehlenden halben Meter auf sich hat, verrate ich später, denn ich möchte gerne die Chronologie der Ereignisse beachten. Auf die Körpergröße des Sängers bezieht es sich jedenfalls nicht, auch wenn sein Cowboyhut möglicherweise ein Versuch war, sich etwas größer zu machen. Wer jetzt denkt, dass es sich um ein Konzert mit Country-Music handelt, liegt falsch. Es war Heavy Metal - aber halt ein wenig anders. Edguy mit ihrem Sänger sind halt etwas anders, aber auch verdammt gut, was sie auch an diesem Abend demonstriert haben. Es hat fast alles gepasst (bis auf diesen halben Meter). Die Bühne erinnerte mich mit ihren alten Gemäuern an "meine" Burg in Altena, sodass ich mich gleich heimisch fühlte. Die Licht-Show war klasse. Der Sound war richtig fett (wie man wohl heute sagt). Und die Stimmung war überragend. Dies war auch ein Verdienst der unermüdlichen Herr Sammet, der das Publikum immer wieder zum Mitmachen animierte. Ich finde es schon etwas beneidenswert, wie er es schafft, die Leute dazu zu bringen, die Hände hochzunehmen. Gerne hätte ich ihn als Animateur in der Schule, wo die Schüler leider viel zu selten einen Arm hochbekommen. Aber er hat auch nicht davor zurückgeschreckt, dass Publikum mit Anreden wie "Ihr Luschen" zu provozieren. Das erinnerte mich an schon etwas an den Wehrdienst bei der Bundeswehr. Aber stopp! Ich hab ja Zivildienst gemacht.
Als dann zur Hälfte des Konzerts das obligatorische Schlagzeug-Solo beendet war, warf der Drummer einen seiner Sticks ins Publikum. Ich machte mir keine großen Hoffnung, dass gerade ich ihn fangen würde, da es sich um eine ziemlich große Meute handelte. Aber der Stick flog tatsächlich in meine Richtung und sein Flug wurde erst von einem langhaarigen Bombenleger, der rechts vor mir stand, gestoppt. Er hatte den Stick gefangen, den ich so gerne gehabt hätte, dieser Mistkerl! Am liebsten hätte ich ihn ihm abgenommen. Im Laufe des Konzerts habe ich deshalb immer wieder auf den Boden geschaut, um zu sehen, ob er ihn nicht aus Versehen fallen gelassen hatte. Aber der Typ tat mir diesen Gefallen leider nicht. Also wandte ich mich wieder dem Konzert zu, dass sich schließlich dem Ende näherte. Natürlich wurde auch zum Schluss wieder mit Schlagzeug-Hölzern geworfen. Und wo sind sie dieses Mal gelandet? Genau. Direkt links vor mir. Es fehlte also wieder mal ein halber Meter zu meinem Glück, zu meiner Trophäe, zu meinem Schatz. So bleiben nur die Erinnerung an eine tolle Show und ein "tinnitus sanctus". Amen.
Als dann zur Hälfte des Konzerts das obligatorische Schlagzeug-Solo beendet war, warf der Drummer einen seiner Sticks ins Publikum. Ich machte mir keine großen Hoffnung, dass gerade ich ihn fangen würde, da es sich um eine ziemlich große Meute handelte. Aber der Stick flog tatsächlich in meine Richtung und sein Flug wurde erst von einem langhaarigen Bombenleger, der rechts vor mir stand, gestoppt. Er hatte den Stick gefangen, den ich so gerne gehabt hätte, dieser Mistkerl! Am liebsten hätte ich ihn ihm abgenommen. Im Laufe des Konzerts habe ich deshalb immer wieder auf den Boden geschaut, um zu sehen, ob er ihn nicht aus Versehen fallen gelassen hatte. Aber der Typ tat mir diesen Gefallen leider nicht. Also wandte ich mich wieder dem Konzert zu, dass sich schließlich dem Ende näherte. Natürlich wurde auch zum Schluss wieder mit Schlagzeug-Hölzern geworfen. Und wo sind sie dieses Mal gelandet? Genau. Direkt links vor mir. Es fehlte also wieder mal ein halber Meter zu meinem Glück, zu meiner Trophäe, zu meinem Schatz. So bleiben nur die Erinnerung an eine tolle Show und ein "tinnitus sanctus". Amen.
Samstag, 7. Februar 2009
Vom Kellerkind zum Burgherrn
Die Überschrift scheint zu einem Märchen zu gehören oder auf eine mittelalterliche Version des amerikanischen Traumes hinzuweisen, aber sie bezieht sich tatsächlich auf mein Leben. Zugegeben - man sollte diesen etwas dramatischen Titel schon als kleine Hyperbel (Übertreibung) betrachten, aber wie sagt der gute Bruce immer zu seinen Zöglingen: Drama, Baby!
Aber nun zu den harten Fakten: noch vor gut einer Woche arbeitete ich überwiegend im Keller einer Schule in Bochum - nun befinde ich mich fast in Augenhöhe mit einer Burg. Wenn ich in meinem jetzigen Klassenraum aus dem Fenster schaue, sehe ich eine prächtige Burg. Leider komme ich nur selten dazu, dies zu tun. Wahrscheinlich sähe es auch blöd aus, wenn ein Lehrer während des Unterrichts ständig nach draußen starrt. Es ist auf jeden Fall ein erhabenes Gefühl, solch einen Ausblick zu genießen, auch wenn man sich diesen durch tägliches Bergsteigen erarbeiten muss. Wenn man, so wie ich, vom platten Lande kommt, dann kommt einem das Sauerland wie die Alpen vor.
Empfangen wurde ich dort übrigens, wie es einem Burgherrn zusteht, sehr freundlich. Sogar eine Person vom Ordnungsamt hat mir ihre Aufwartung gemacht. Leider hat sie mich nicht angetroffen, weshalb sie mir dann einen kleinen Zettel hinterlassen hat - und zwar an meinem Auto.
Nun werde ich mal wieder Gas geben, denn viele Aufgaben stehen mir bevor, aber nicht nur mir ...
Aber nun zu den harten Fakten: noch vor gut einer Woche arbeitete ich überwiegend im Keller einer Schule in Bochum - nun befinde ich mich fast in Augenhöhe mit einer Burg. Wenn ich in meinem jetzigen Klassenraum aus dem Fenster schaue, sehe ich eine prächtige Burg. Leider komme ich nur selten dazu, dies zu tun. Wahrscheinlich sähe es auch blöd aus, wenn ein Lehrer während des Unterrichts ständig nach draußen starrt. Es ist auf jeden Fall ein erhabenes Gefühl, solch einen Ausblick zu genießen, auch wenn man sich diesen durch tägliches Bergsteigen erarbeiten muss. Wenn man, so wie ich, vom platten Lande kommt, dann kommt einem das Sauerland wie die Alpen vor.
Empfangen wurde ich dort übrigens, wie es einem Burgherrn zusteht, sehr freundlich. Sogar eine Person vom Ordnungsamt hat mir ihre Aufwartung gemacht. Leider hat sie mich nicht angetroffen, weshalb sie mir dann einen kleinen Zettel hinterlassen hat - und zwar an meinem Auto.
Nun werde ich mal wieder Gas geben, denn viele Aufgaben stehen mir bevor, aber nicht nur mir ...
Donnerstag, 29. Januar 2009
Jetzt gibt es ein Konjunktur-Paket für reick und arm!
Oh, jetzt wird es politisch! Aber halt! Da hat sich ja ein Rechtschreibfehler eingeschlichen! Das Wort "reick" ist als alternative Schreibweise für "reich" wohl kaum zulässig. Aber wie konnte es dem geübten Auge eines Lateinlehrers entgehen? Gar nicht! Denn diesen "Fehler" habe ich bewusst gemacht. Manchmal muss man halt kleine Fehler machen, um große Ziele zu erreichen. Die Ankurbelung unserer Wirtschaft wäre sicherlich ein solches Ziel. Aber darum sollen sich unsere Politiker kümmern! Ich befasse mich lieber mit Latein und mit Merkhilfen für lateinische Grammatik. Der obige Titel ist ein weiteres Beispiel dafür. Wer schon mal mit dem lateinischen Konjunktiv Präsens Bekanntschaft gemacht hat, sollte sich mal etwas näher mit dem Satz beschäftigen. Als kleine Hilfe habe ich ein Bild und eine Datei erstellt, die hier zu finden ist.
Dienstag, 27. Januar 2009
In Zukunft wird man ein IKEA-ABi bei EBay ersteigern können!
Ich habe mal wieder in meine Kristallkugel geschaut und dabei diese Schlagzeile gesehen: "In Zukunft wird man ein IKEA-ABi bei EBay ersteigern können!"
Wie bitte? Nach der beeindruckenden Erfahrung mit meinem hellseherischen Auto (s. Posting "Mein Auto" vom 21.1.09) glaubst du noch immer nicht an meine mentalistischen Fähigkeiten? Könnte es etwa nicht sein, dass ich "the next Uri Geller "bin?
Wenn du das tatsächlich annimmst, kann ich nur sagen: Du hast Recht! Ich habe mir den Satz bloß ausgedacht - das aber aus einem guten Grund. Ich will nämlich beweisen, dass Latein und Phantasie keinen Gegensatz bilden müssen.
"Aber was hat der Spruch mit Latein zu tun?", wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Falls dem so ist, möchte ich dich bitten, genau auf die Schreibweise des Satzes zu achten. Ja, genau! Einige Buchstaben sind großgeschrieben, und zwar IKEA AB und EB. All diese Buchstaben haben entweder etwas mit lateinischen Konjugationsklassen zu tun (I K A E) oder mit Signalteilen des Futur I (A E B). Wie genau man dies aufschlüsseln musst, erfährst du in der neu überarbeiteten Sprach-Zone (lehrwerk-un-abhängige Grammatik-Übungen) dieser Website, wo du eben diesen Merkspruch zum Futur I findest. Viel Spaß dabei!
Wie bitte? Nach der beeindruckenden Erfahrung mit meinem hellseherischen Auto (s. Posting "Mein Auto" vom 21.1.09) glaubst du noch immer nicht an meine mentalistischen Fähigkeiten? Könnte es etwa nicht sein, dass ich "the next Uri Geller "bin?
Wenn du das tatsächlich annimmst, kann ich nur sagen: Du hast Recht! Ich habe mir den Satz bloß ausgedacht - das aber aus einem guten Grund. Ich will nämlich beweisen, dass Latein und Phantasie keinen Gegensatz bilden müssen.
"Aber was hat der Spruch mit Latein zu tun?", wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Falls dem so ist, möchte ich dich bitten, genau auf die Schreibweise des Satzes zu achten. Ja, genau! Einige Buchstaben sind großgeschrieben, und zwar IKEA AB und EB. All diese Buchstaben haben entweder etwas mit lateinischen Konjugationsklassen zu tun (I K A E) oder mit Signalteilen des Futur I (A E B). Wie genau man dies aufschlüsseln musst, erfährst du in der neu überarbeiteten Sprach-Zone (lehrwerk-un-abhängige Grammatik-Übungen) dieser Website, wo du eben diesen Merkspruch zum Futur I findest. Viel Spaß dabei!
Samstag, 24. Januar 2009
Meine Hochzeitslieder
Wie der obige Titel verrät, geht es heute um Musik. Bei RTL vollzieht sich ja auch gerade der Wechsel vom Dschungelcamp zur großen Sänger-Casting-Show "DSDS", wobei man sich m. E. fragen muss, wer mehr Mut mitbringen muss: der zukünftige Dschungelkönig oder ein Jury-Mitglied bei DSDS. Die akustischen Prüfungen in dieser Show sind ja mitunter so krass, dass man meinen könnte, DSDS habe genauso viel mit Musik zu tun wie die Tour de France mit ungedopten Radsportlern.
In diesem Posting jedoch soll es nicht heißen "Deutschland sucht den Superstar" sondern "Ich suche den Super-Hochzeits-Song". Aber man hätte mir in meinen Jugendjahren nicht ohne Grund den Titel "wandelndes Musiklexikon" verliehen, wenn ich nicht selbst schon einige heiße Anwärter benennen könnte.
An erster Stelle steht ein vergessenes Pop-Juwel aus den frühen 90ern von einer Band namens "Goodbye Mr. McKenzie": "Now we are married". Allein vom Titel her gibt es wohl nichts Passenderes direkt nach der Vermählung.
Darauf folgt das Lied "So soll es bleiben" von Ich&Ich, was meinen persönlichen Wunsch in Bezug auf eine glückliche Ehe ausdrückt. Ich bin nämlich nicht bloß an einer Probe-Mitgliedschaft interessiert.
Den dritten Platz hatte ich zunächst für den Song "We got married" von Paul McCartney vorgesehen. Aber dann fiel mir seine Scheidungsschlacht mit Heather Mills ein und der Song zurück auf einen der hinteren Plätze.
Ein munterer Song, der aber das Zeitverhältnis nicht beachtet, ist "Let's get married" von den Proclaimers. Ähnliches gilt für Elton Johns "Chapel of love", in dem er über seine zukünftige Heirat sing ("We're gonna get married"). Der Ort unserer Hochzeit wird übrigens keine Kapelle, sondern ein Museum der Liebe sein.
Ob das Lied "White wedding" von Billy Idol passen wird, muss sich noch herausstellen, denn meine Verlobte hat sich bisher noch nicht für ein Kleid entschieden.
Ein Lied, das von jeder Hochzeit verbannt werden sollte, ist "Don't marry her (have me)!" von "The Beautiful South", wobei dies noch die jugendfreie Variante ist. Das Lied "Das alles wär nie passiert (ohne Prosecco)" von Annett Louisan wäre auch nicht wirklich passend. Stattdessen freue ich mich lieber mit der Band "Embrace" über einen "Glorious day".
In diesem Posting jedoch soll es nicht heißen "Deutschland sucht den Superstar" sondern "Ich suche den Super-Hochzeits-Song". Aber man hätte mir in meinen Jugendjahren nicht ohne Grund den Titel "wandelndes Musiklexikon" verliehen, wenn ich nicht selbst schon einige heiße Anwärter benennen könnte.
An erster Stelle steht ein vergessenes Pop-Juwel aus den frühen 90ern von einer Band namens "Goodbye Mr. McKenzie": "Now we are married". Allein vom Titel her gibt es wohl nichts Passenderes direkt nach der Vermählung.
Darauf folgt das Lied "So soll es bleiben" von Ich&Ich, was meinen persönlichen Wunsch in Bezug auf eine glückliche Ehe ausdrückt. Ich bin nämlich nicht bloß an einer Probe-Mitgliedschaft interessiert.
Den dritten Platz hatte ich zunächst für den Song "We got married" von Paul McCartney vorgesehen. Aber dann fiel mir seine Scheidungsschlacht mit Heather Mills ein und der Song zurück auf einen der hinteren Plätze.
Ein munterer Song, der aber das Zeitverhältnis nicht beachtet, ist "Let's get married" von den Proclaimers. Ähnliches gilt für Elton Johns "Chapel of love", in dem er über seine zukünftige Heirat sing ("We're gonna get married"). Der Ort unserer Hochzeit wird übrigens keine Kapelle, sondern ein Museum der Liebe sein.
Ob das Lied "White wedding" von Billy Idol passen wird, muss sich noch herausstellen, denn meine Verlobte hat sich bisher noch nicht für ein Kleid entschieden.
Ein Lied, das von jeder Hochzeit verbannt werden sollte, ist "Don't marry her (have me)!" von "The Beautiful South", wobei dies noch die jugendfreie Variante ist. Das Lied "Das alles wär nie passiert (ohne Prosecco)" von Annett Louisan wäre auch nicht wirklich passend. Stattdessen freue ich mich lieber mit der Band "Embrace" über einen "Glorious day".
Donnerstag, 22. Januar 2009
Mein Auto
Gestern ging es um Fußball und heute um Autos. Vielleicht werden jetzt einige denken, dass ich angesichts solch maskuliner Themen meine Männlichkeit wiederentdeckt habe. Diese Leute werden sich aber wundern, wenn sie folgende Aussage lesen: Mein Auto ist eine Kristallkugel. "Hm. Ist der vielleicht betrunken? Wird die nächste Überschrift "Mein Alkoholproblem" lauten?" Nein, ich bin ganz nüchtern, wenn ich behaupte, dass mein Auto die Zukunft vorhergesagt hat.
Nun lasst uns zusammen einen Blick auf mein Auto werfen! Was steht da geschrieben? Joker! Aha. Damit kann nur ich gemeint sein. Und nun kommen wir zum Kfz-Kennzeichen. Neben den beiden Buchstaben, die für meine Kreisstadt stehen, lese ich Folgendes: Bi - 273. Das kann ja nur bedeuten, dass ich, der Joker, am 27. 3. eine Frau mit den Anfangsbuchstaben "Bi" heiraten werden. Und genauso ist!!! Wenn das nicht unfassbar ist! Es steht also fest, dass unsere Heirat vom Schicksal vorherbestimmt ist. Was könnte da noch schiefgehen?
Nun lasst uns zusammen einen Blick auf mein Auto werfen! Was steht da geschrieben? Joker! Aha. Damit kann nur ich gemeint sein. Und nun kommen wir zum Kfz-Kennzeichen. Neben den beiden Buchstaben, die für meine Kreisstadt stehen, lese ich Folgendes: Bi - 273. Das kann ja nur bedeuten, dass ich, der Joker, am 27. 3. eine Frau mit den Anfangsbuchstaben "Bi" heiraten werden. Und genauso ist!!! Wenn das nicht unfassbar ist! Es steht also fest, dass unsere Heirat vom Schicksal vorherbestimmt ist. Was könnte da noch schiefgehen?
Mittwoch, 21. Januar 2009
Mein Lieblingsverein
Einige, vor allem Männer, werden aufgrund der Überschrift sicherlich erraten haben, worum es heute geht: Fußball. "Oh, nein! Fußball!", höre ich schon aus weiblichem Munde. "Dabei waren die bisherigen (Baby)Themen doch so süß!"
Aber in dieser Woche ist etwas passiert, das keinen Fan des 1. FC Köln kalt lässt (Ja, hiermit oute ich mich als Geißbock-Fan): Lukas Podolski, alias Prinz Poldi, kommt zurück in seine alte Heimat nach Köln! Hallelujah! Ich kann nur hoffen, dass meiner Verlobten und mir nicht solch eine elendig lange Geburt bevorsteht, wie Poldis Wechsel von Bayern nach Köln gewesen ist. Aber all das Gerangel ist jetzt vergessen. Jetzt ist (zumindest im Kölner Lager) Jubel angesagt. Natürlich gibt es auch solche, die meinen, dieser Wechsel sei ein Fehler und Rückschritt für den Lukas. Diese Leute bezeichnen den FC auch gerne als Fahrstuhlmannschaft. In Wirklichkeit sind sie bloß neidisch, dass beim FC Köln (fast) jedes Jahr Spannung garantiert ist: entweder sie kämpfen um den Klassenerhalt oder um den Aufstieg. Das heißt natürlich nicht, dass ich etwas gegen eine Änderung dieses Rhythmuses hätte. Die FC-Fans, die sowieso die besten Fans der Welt sind, hätten es jedenfalls verdient, dass ihre Mannschaft dauerhaft in der Bundesliga bleiben. Was? Du glaubst nicht, dass der FC die besten Fans der Welt hat? Dann geh mal zu einem Heimspiel der Geißböcke! Die Stimmung ist einfach fantastisch! Und wer kann schon dem Elan eines "Viva Colonia" widerstehen? Dazu kommt diese herrliche Hymne, die auf der wunderbaren Melodie des schottischen Volksliedes "Loch Lomond" basiert. Das einzige, was dem FC in letzter Zeit fehlte, waren richtige Helden, wie sie es damals gegeben hat: Spieler wie Harald "Toni" Schumacher, Pierre "Litti" Littbarski oder Thomas "Icke" Hässler. Das sind Namen, die ein alter FC-Fan, wie ich es bin, nie vergessen wird.
Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, mein Kind Harald, Pierre oder Thomas zu nennen. Für einen Lateinlehrer wie mich sind diese Namen einfach nicht lateinisch genug. Und bei Harald oder Pierre hätte meine Verlobte wohl auch protestiert. Nein, ich will für mein Kind, wenn es ein Junge wird, einen Namen, der wie alle römische Namen auf -us endet. Den Rest (also den Bedeutungsteil, wie der Grammatiker sagen würde) werde ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Ich mache es, wie der FC so oft in der Vergangenheit, spannend. :-)
Aber in dieser Woche ist etwas passiert, das keinen Fan des 1. FC Köln kalt lässt (Ja, hiermit oute ich mich als Geißbock-Fan): Lukas Podolski, alias Prinz Poldi, kommt zurück in seine alte Heimat nach Köln! Hallelujah! Ich kann nur hoffen, dass meiner Verlobten und mir nicht solch eine elendig lange Geburt bevorsteht, wie Poldis Wechsel von Bayern nach Köln gewesen ist. Aber all das Gerangel ist jetzt vergessen. Jetzt ist (zumindest im Kölner Lager) Jubel angesagt. Natürlich gibt es auch solche, die meinen, dieser Wechsel sei ein Fehler und Rückschritt für den Lukas. Diese Leute bezeichnen den FC auch gerne als Fahrstuhlmannschaft. In Wirklichkeit sind sie bloß neidisch, dass beim FC Köln (fast) jedes Jahr Spannung garantiert ist: entweder sie kämpfen um den Klassenerhalt oder um den Aufstieg. Das heißt natürlich nicht, dass ich etwas gegen eine Änderung dieses Rhythmuses hätte. Die FC-Fans, die sowieso die besten Fans der Welt sind, hätten es jedenfalls verdient, dass ihre Mannschaft dauerhaft in der Bundesliga bleiben. Was? Du glaubst nicht, dass der FC die besten Fans der Welt hat? Dann geh mal zu einem Heimspiel der Geißböcke! Die Stimmung ist einfach fantastisch! Und wer kann schon dem Elan eines "Viva Colonia" widerstehen? Dazu kommt diese herrliche Hymne, die auf der wunderbaren Melodie des schottischen Volksliedes "Loch Lomond" basiert. Das einzige, was dem FC in letzter Zeit fehlte, waren richtige Helden, wie sie es damals gegeben hat: Spieler wie Harald "Toni" Schumacher, Pierre "Litti" Littbarski oder Thomas "Icke" Hässler. Das sind Namen, die ein alter FC-Fan, wie ich es bin, nie vergessen wird.
Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, mein Kind Harald, Pierre oder Thomas zu nennen. Für einen Lateinlehrer wie mich sind diese Namen einfach nicht lateinisch genug. Und bei Harald oder Pierre hätte meine Verlobte wohl auch protestiert. Nein, ich will für mein Kind, wenn es ein Junge wird, einen Namen, der wie alle römische Namen auf -us endet. Den Rest (also den Bedeutungsteil, wie der Grammatiker sagen würde) werde ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten. Ich mache es, wie der FC so oft in der Vergangenheit, spannend. :-)
Dienstag, 20. Januar 2009
Mein Heiratsantrag
Bevor hier jemand kommt und sagt "Der heiratet die ja nur, weil er muss, d.h. weil sie schwanger ist", möchte ich ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte des Heiratsantrags und der Schwangerschaft sagen (Letzteres will ich aber nicht allzu sehr vertiefen).
Wir beide hatten es weder mit dem Heiraten noch mit dem Kinderkriegen sehr eilig. Ihre Eltern waren sogar nie verheiratet und auch ich sah die Heirat zunächst nur als Möglichkeit, die Steuerklasse zu verbessern. Auch dem Thema Nachwuchs stand gerade meine Verlobte sehr skeptisch gegenüber. Nicht nur die wahrscheinlichen Schmerzen bei der Geburt machten ihr Sorge, sondern auch die Frage, ob sie eine gute Mutter sein würde. Als ich sie aber einige Male im Umgang mit Kindern beobachten konnte, war ich mir sicher, dass ihre Bedenken unbegründet sein würden. Und nicht zuletzt kümmert(e) sie sich sehr fürsorglich um den Mops. Daher gab ich ihr zu verstehen, dass ich von ihrer Eignung als Mutter überzeugt sei, obwohl ich selbst nicht sicher war, ob ich unbedingt Vater werden wollte und ob ich ein guter Vater wäre. Irgendwann hatte sie dann ihre Meinung geändert, ohne dass sie es ausdrücklich gesagt hat. Dafür waren ihre Handlungen umso eindeutiger. Wie gesagt, ich will hier nicht ins Detail gehen. Der Blog soll ja jugendfrei bleiben. Deshalb komme ich jetzt zum Thema "Heirat". Ja, ich machte ihr den Antrag, erst nachdem wir erfahren hatten, dass sie schwanger war. Aber ich hatte eigentlich schon viel früher vor, ihr DIE Frage zu stellen. Ich wollte es eigentlich zu Weihnachten (2008) machen. Aber zwei Tage nach der frohen Nachricht von ihrer Schwangerschaft fing ich an zu überlegen. Wahrscheinlich rechnete sie damit, dass ich ihr zu Weihnachten einen Antrag mache (was sie später auch bestätigte). Also wäre es doch umso schöner, weil überraschender, wenn ich ihr schon in der kommenden Woche einen Antrag mache. Und so überlegte ich, wie es denn von statten gehen sollte. Ein Heiratsantrag sollte ja schon etwas Besonderes sein, woran man sich gerne zurückerinnert. Ich hatte gelesen, dass es für Frauen sogar eine Art Trophäe ist. Ich entschied mich, sie am Montag Abend, wenn sie von der Arbeit kam, mit dem Antrag zu überraschen.
Als sie an dem Abend nach Hause gekommen war, sagte ich ihr, dass ich im Badezimmer eine kleine Überraschung für sie habe. Den Lichtschalter für das Badezimmer hatte ich mit einem Post-It versehen. Darauf stand "Nicht drücken", denn es sollte möglichst dunkel sein, damit die beiden Teelichter, die ich in kleine rote Tongefäße gesteckt hatte, richtig zur Geltung kommen konnten. Ich hatte sie auf die Ablage, auf der auch unser Badezimmerspiegel steht, gestellt. Außerdem hatte ich die Ablage mit Rosenblättern bedeckt, die auch an anderen Stellen des Badezimmers verstreut waren. So lagen sie z. B. in der Form eines Herzens auf dem Toilettendeckel. (Zum Glück musste sie an diesem Abend nicht dringend aufs Klo.) Auf dem Spiegel, den ich mit roten und weißen glitzernden Herzen verziert hatte, waren die Worte "Willst du mich heiraten?" zu lesen. Als meine Freundin das Badezimmer dann betreten hatte, hörte ich mehrere entzückte Ausrufe. Dann lief sie hinaus und mir direkt in die Arme. Eigentlich hatte ich geplant, in die Knie zu gehen und ihr eine Rose zu reichen, während ich die Worte vom Badezimmerspiegel wiederholen würde. Aber dazu ließ mir ihre überschwängliche Freude keine Gelegenheit. Sie drückte mich so fest, dass ich die Worte kaum noch herausbekam. Als es mir dann doch noch gelang, sagte sie freudig erregt JA und küsste mich, was sie darauf unzählige Male wiederholte. Dann eröffnete ich ihr, dass es noch ein Problem gebe. Wir hatten nämlich bereits Partnerschaftsringe, die nun aber in Verlobungsringe verwandelt werden mussten. Also holte ich meinen Zauberstab, der eigentlich eine bunte Zuckerstange war, und eine mit Rosenmotiv verzierte "Zauberbox". Darin legte ich unsere beiden Ringe und sprach dann den Zauberspruch, während ich den Zauberstab schwang. Im Anschluss an die Verwandlung holte ich ihren Ring wieder aus der Box und steckte ihr den "verwandelten" Ring auf den rechten Ringfinger. Somit waren wir nun verlobt. :-)
Wir beide hatten es weder mit dem Heiraten noch mit dem Kinderkriegen sehr eilig. Ihre Eltern waren sogar nie verheiratet und auch ich sah die Heirat zunächst nur als Möglichkeit, die Steuerklasse zu verbessern. Auch dem Thema Nachwuchs stand gerade meine Verlobte sehr skeptisch gegenüber. Nicht nur die wahrscheinlichen Schmerzen bei der Geburt machten ihr Sorge, sondern auch die Frage, ob sie eine gute Mutter sein würde. Als ich sie aber einige Male im Umgang mit Kindern beobachten konnte, war ich mir sicher, dass ihre Bedenken unbegründet sein würden. Und nicht zuletzt kümmert(e) sie sich sehr fürsorglich um den Mops. Daher gab ich ihr zu verstehen, dass ich von ihrer Eignung als Mutter überzeugt sei, obwohl ich selbst nicht sicher war, ob ich unbedingt Vater werden wollte und ob ich ein guter Vater wäre. Irgendwann hatte sie dann ihre Meinung geändert, ohne dass sie es ausdrücklich gesagt hat. Dafür waren ihre Handlungen umso eindeutiger. Wie gesagt, ich will hier nicht ins Detail gehen. Der Blog soll ja jugendfrei bleiben. Deshalb komme ich jetzt zum Thema "Heirat". Ja, ich machte ihr den Antrag, erst nachdem wir erfahren hatten, dass sie schwanger war. Aber ich hatte eigentlich schon viel früher vor, ihr DIE Frage zu stellen. Ich wollte es eigentlich zu Weihnachten (2008) machen. Aber zwei Tage nach der frohen Nachricht von ihrer Schwangerschaft fing ich an zu überlegen. Wahrscheinlich rechnete sie damit, dass ich ihr zu Weihnachten einen Antrag mache (was sie später auch bestätigte). Also wäre es doch umso schöner, weil überraschender, wenn ich ihr schon in der kommenden Woche einen Antrag mache. Und so überlegte ich, wie es denn von statten gehen sollte. Ein Heiratsantrag sollte ja schon etwas Besonderes sein, woran man sich gerne zurückerinnert. Ich hatte gelesen, dass es für Frauen sogar eine Art Trophäe ist. Ich entschied mich, sie am Montag Abend, wenn sie von der Arbeit kam, mit dem Antrag zu überraschen.
Als sie an dem Abend nach Hause gekommen war, sagte ich ihr, dass ich im Badezimmer eine kleine Überraschung für sie habe. Den Lichtschalter für das Badezimmer hatte ich mit einem Post-It versehen. Darauf stand "Nicht drücken", denn es sollte möglichst dunkel sein, damit die beiden Teelichter, die ich in kleine rote Tongefäße gesteckt hatte, richtig zur Geltung kommen konnten. Ich hatte sie auf die Ablage, auf der auch unser Badezimmerspiegel steht, gestellt. Außerdem hatte ich die Ablage mit Rosenblättern bedeckt, die auch an anderen Stellen des Badezimmers verstreut waren. So lagen sie z. B. in der Form eines Herzens auf dem Toilettendeckel. (Zum Glück musste sie an diesem Abend nicht dringend aufs Klo.) Auf dem Spiegel, den ich mit roten und weißen glitzernden Herzen verziert hatte, waren die Worte "Willst du mich heiraten?" zu lesen. Als meine Freundin das Badezimmer dann betreten hatte, hörte ich mehrere entzückte Ausrufe. Dann lief sie hinaus und mir direkt in die Arme. Eigentlich hatte ich geplant, in die Knie zu gehen und ihr eine Rose zu reichen, während ich die Worte vom Badezimmerspiegel wiederholen würde. Aber dazu ließ mir ihre überschwängliche Freude keine Gelegenheit. Sie drückte mich so fest, dass ich die Worte kaum noch herausbekam. Als es mir dann doch noch gelang, sagte sie freudig erregt JA und küsste mich, was sie darauf unzählige Male wiederholte. Dann eröffnete ich ihr, dass es noch ein Problem gebe. Wir hatten nämlich bereits Partnerschaftsringe, die nun aber in Verlobungsringe verwandelt werden mussten. Also holte ich meinen Zauberstab, der eigentlich eine bunte Zuckerstange war, und eine mit Rosenmotiv verzierte "Zauberbox". Darin legte ich unsere beiden Ringe und sprach dann den Zauberspruch, während ich den Zauberstab schwang. Im Anschluss an die Verwandlung holte ich ihren Ring wieder aus der Box und steckte ihr den "verwandelten" Ring auf den rechten Ringfinger. Somit waren wir nun verlobt. :-)
Montag, 19. Januar 2009
Die Babymesse
Am Sonntag war ich zum ersten Mal auf einer Babymesse. Obwohl meine Verlobte des Öfteren über eine schwangerschaftsbedingte Müdigkeit klagt, ist sie an diesem Sonntag noch vor Acht aufgestanden, und zwar ohne dass ich sie dazu auffordern musste. Nein, dieser Tag war anders. Es regnete zwar ununterbrochen, doch das konnte die Stimmung meiner Verlobten nicht vermiesen. Auf dem Weg zur Messe sonnte ich mich im Glanz ihrer leuchtenden Augen, die eine Vorfreude ausstrahlten, der auch ich mich nicht entziehen konnte. Als wir dann auf den ersten Verkaufsstand stießen, schaute ich mir zunächst wie gebannt die Kinderwagen an. Ich wollte jeden Millimeter der Vehikel untersuchen, sie analysieren, sie sezieren ... Doch als uns eine Verkäuferin aufklärte, dass der Kinderwagen, vor dem wir gerade standen, feste Räder habe, dachte ich bloß: "Feste Räder?! Ich will doch schwer hoffen, dass die Räder fest sind und nicht beim geringsten Stoß vom Wagen abfallen!" Aber mit Festigkeit der Räder war weniger die Robustheit, sondern die mangelnde Beweglichkeit der Räder gemeint, wie mir später klar gemacht wurde. Mir wurde nun bewusst, dass ich keine Ahnung von Kinderwagen hatte. Ich wollte mich damit trösten, dass ich immerhin sagen konnte, dass ich einen Kinderwagen erkenne, wenn mir einer begegnet, als mir dann meine Verlobte einen Kombi-Kinderwagen präsentierte. "Wenn du dieses Teil herausnimmst und das hintere Teil hochklappst, kannst du den Kinderwagen auch für größere Babys benutzen." Aha... ach, was sehe ich denn da? Einen am Kinderwagen befestigter Regenschirm! Wie praktisch, auch wenn der für mich viel zu klein war! "Das ist ein Sonnenschirm!" Ach so.
Danach wollte meine Verlobte sehen, wie man ein Baby-Tragetuch umwickeln musste. Wir fanden auch gleich eine nette Verkäuferin, die uns dies zeigte. Aha, so verwandelt man sich also in ein Känguruh. Nachdem meine Verlobte das Tragetuch angelegt hatte, hüpften, äh, gingen wir weiter. Auf unserem Weg durch den Messenraum wurden wir so sehr von Flyern überhäuft, dass ich mir wie ein Flughafen vorkam. Ein weiterer Flyer von einem Fotographen? Nein, keine Lande-Erlaubnis erteilt!
Nach gut zweieinhalb Stunden hieß es dann für uns glückliche, voll bepackte, halb erschöpfte, Eltern in spe: Abflug!
Danach wollte meine Verlobte sehen, wie man ein Baby-Tragetuch umwickeln musste. Wir fanden auch gleich eine nette Verkäuferin, die uns dies zeigte. Aha, so verwandelt man sich also in ein Känguruh. Nachdem meine Verlobte das Tragetuch angelegt hatte, hüpften, äh, gingen wir weiter. Auf unserem Weg durch den Messenraum wurden wir so sehr von Flyern überhäuft, dass ich mir wie ein Flughafen vorkam. Ein weiterer Flyer von einem Fotographen? Nein, keine Lande-Erlaubnis erteilt!
Nach gut zweieinhalb Stunden hieß es dann für uns glückliche, voll bepackte, halb erschöpfte, Eltern in spe: Abflug!
Sonntag, 18. Januar 2009
Liebling, ich habe deinen Kopf geschrumpft
"Entweder dein Kopf ist kleiner geworden oder deine Brüste größer", wunderte ich mich gestern, als ich mit meiner Verlobten kuschelte. Dann machte ich die nächste schreckliche Entdeckung: Meine Hände waren ebenfalls geschrumpft! Sie aber beruhigte mich, indem sie mir glaubhaft versicherte, dass es ganz normal sei, dass die Brüste einer schwangeren Frau an Volumen zunahmen. "Puh! Noch mal Schwein gehabt!", dachte ich erleichtert.
Aber während der Schwangerschaft geschehen schon einige Dinge, die mich glauben lassen, dass meine Verlobte zaubern kann. So hat sie neulich meine Hand auf ihren Bauch gelegt und gesagt: "Fühl mal!" Und tatsächlich fühlte ich ein extrem schnelles Pulsieren, das nur von unserem Früchtchen kommen konnte. "Es wird ein Junge!", war ich mir sicher, denn solch ein Turbo-Puls kann nur darauf hindeuten, dass wir es mit dem nächsten Michael Schuhmacher zu tun haben. Wenn ich allerdings weiter darüber nachdachte, kam mir dieses Pulsieren doch eher wie ein Vibrieren vor. Dann musste es ein Mädchen sein, dessen Handy auf Vibrations-Alarm eingestellt war! "Aber mit wem würde sie telefonieren?", überlegte ich. Na klar, mit RTL! "Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!"
"Ja, liebes Früchtchen, du bist ein Star. Du bist UNSER Star. Aber du bleibst trotzdem noch ein Weilchen da drin!"
Aber während der Schwangerschaft geschehen schon einige Dinge, die mich glauben lassen, dass meine Verlobte zaubern kann. So hat sie neulich meine Hand auf ihren Bauch gelegt und gesagt: "Fühl mal!" Und tatsächlich fühlte ich ein extrem schnelles Pulsieren, das nur von unserem Früchtchen kommen konnte. "Es wird ein Junge!", war ich mir sicher, denn solch ein Turbo-Puls kann nur darauf hindeuten, dass wir es mit dem nächsten Michael Schuhmacher zu tun haben. Wenn ich allerdings weiter darüber nachdachte, kam mir dieses Pulsieren doch eher wie ein Vibrieren vor. Dann musste es ein Mädchen sein, dessen Handy auf Vibrations-Alarm eingestellt war! "Aber mit wem würde sie telefonieren?", überlegte ich. Na klar, mit RTL! "Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!"
"Ja, liebes Früchtchen, du bist ein Star. Du bist UNSER Star. Aber du bleibst trotzdem noch ein Weilchen da drin!"
Abonnieren
Posts (Atom)